Herr Oesch, ist die Polarisierung des Arbeitsmarkts ein Mythos?

Wir sprechen mit Daniel Oesch über den Effekt der formalen Bildung auf die Polarisierung im Schweizer Arbeitsmarkt und die Rolle der Weiterbildung als mögliche Prävention gegen die wachsende Ungleichheit.

Über Daniel Oesch

Daniel Oesch ist ausserordentlicher Professor für Soziologie an der Universität Lausanne. Er befasst sich intensiv mit den Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt, der Bedeutung von Berufsgruppen und dem Wandel der sozialen Schichten in der Schweiz und international. Ein Thema, welches in seiner Forschung häufiger aufgenommen wird, ist die Polarisierung.

Seit den 1990er-Jahren gibt es die sogenannte Polarisierungsthese. Sie besagt, dass der technologische Wandel die Mittelschicht aushöhlt: Während die Beschäftigung in hoch- und niedrigqualifizierten Berufen zunimmt, geraten Berufe mit mittlerem Qualifikationsniveau unter Druck. In Ihrer Forschung sprechen Sie hingegen vom «Mythos der Polarisierung». Weshalb?

Die Polarisierungsthese wurde ursprünglich auf der Basis amerikanischer Daten formuliert. In den USA konnte man einen Wandel beobachten, bei dem die am besten bezahlten Berufe stark an Beschäftigung gewonnen haben, während durchschnittlich bezahlte Berufe an Beschäftigung verloren. Am unteren Ende gab es ein leichtes Wachstum. Die Entwicklung ist deshalb eher J-förmig als U-förmig: starkes Wachstum oben, Stagnation oder Rückgang in der Mitte und leichtes Wachstum unten. In der Schweiz sehen wir ebenfalls ein starkes Wachstum bei den höher qualifizierten Berufen, aber kaum Wachstum am unteren Ende. Ähnliche Entwicklungen zeigen sich auch in vielen europäischen Ländern. Das ist plausibel: Durch die starke Bildungsexpansion hat das Angebot an gut qualifizierten Arbeitskräften zugenommen. Gleichzeitig ist mit dem technologischen Wandel und der Globalisierung zwischen den 1990er-Jahren und heute die Nachfrage nach gut qualifizierten Arbeitnehmenden gestiegen.

Sie haben auch untersucht[1], unter welchen Bedingungen Polarisierung in verschiedenen Ortschaften auftritt und sprechen von «polarised upgrading». Was umfasst dieser Begriff?

Wir haben untersucht, wie sich die Beschäftigung in den letzten dreissig Jahren in den zehn grössten britischen und den zehn grössten deutschen Städten verändert hat. In den britischen Städten zeigt sich überall ein ähnlicher Trend: ein starkes Wachstum bei höher qualifizierten Berufen, insbesondere bei akademischen Expertinnen und Experten sowie im Management. Gleichzeitig wachsen die persönlichen Dienstleistungen, während Produktions-, Facharbeiter- und Büroassistenzberufe zurückgehen. Im internationalen Vergleich ähnelt Grossbritannien damit dem amerikanischen Modell: Es gab ein Wachstum am unteren Ende der Lohnstruktur, insbesondere bei wenig qualifizierten persönlichen Dienstleistungen. Dieses Wachstum hing unter anderem mit der starken Einwanderung aus den neuen EU-Mitgliedstaaten nach der EU-Erweiterung von 2004 zusammen.

In Deutschland zeigt sich ein ähnliches Bild, allerdings mit deutlich schwächerem Wachstum bei den niedrig qualifizierten Dienstleistungen. Produktions- und Facharbeiterberufe gehen zurück, Bürohilfskräfte stagnieren und persönliche Dienstleistungen wachsen nur schwach. Erst in den 2000er-Jahren veränderte sich die Situation unter dem Einfluss hoher Arbeitslosigkeit und der Hartz-Reformen. Dadurch entstand ein vergleichsweise grosser Niedriglohnsektor. Diese Entwicklung wurde später teilweise wieder korrigiert, insbesondere durch die Einführung des Mindestlohns und dessen mehrfache Erhöhungen.

Die Ergebnisse, auf die sich die Polarisierungsthese eigentlich bezieht, stammen ursprünglich aus den USA. Weshalb hat sich die Entwicklung dort anders vollzogen als in der Schweiz?

Zwei Faktoren waren besonders wichtig. Erstens die starke Einwanderung aus Ländern wie Mexiko oder den Staaten Zentralamerikas. Viele dieser Personen waren bereit, für tiefe Löhne in wenig qualifizierten Bereichen zu arbeiten. Zweitens die tiefen Mindestlöhne und die schwache Abdeckung durch Kollektivverträge. Dadurch wurde es möglich, sehr viele Tieflohnstellen zu schaffen. Deshalb gibt es in den USA auch Tätigkeiten, die man in Europa kaum kennt, etwa Personen, die Kundinnen und Kunden am Eingang eines Supermarktes begrüssen oder hinter der Kasse die Einkäufe einpacken. Solche Tätigkeiten lohnen sich wirtschaftlich nur, wenn das Lohnniveau sehr tief gehalten werden kann.

In der Schweiz bestehen im Gegensatz dazu in vielen Branchen Mindestlöhne über Gesamtarbeitsverträge, etwa im Hotel- und Gastgewerbe, im Reinigungsgewerbe oder in der Personalverleih-Branche. Dadurch gibt es in Bereichen mit potenziell tiefen Löhnen verbindliche Untergrenzen, die eine starke Ausweitung des Tieflohnsektors verhindern.

Ihre Studien unterstreichen diesen Mechanismus: Sie zeigen, dass die Berufsstruktur in der Schweiz nur wenig Polarisierung aufweist. Ein erklärender Faktor sind die branchenspezifischen Mindestlöhne, wie Sie gerade ausgeführt haben. Sie erklären die Berufsstruktur aber auch mit dem Bildungssystem, welches viele mittlere und höher ausgebildete Personen hervorbringt. Welche Eigenschaften des Schweizer Bildungssystems und der Bildungslandschaft ermöglichen diese Resultate?

Die Schweiz verfügt über ein sehr leistungsfähiges Bildungssystem, insbesondere dank der Berufsbildung, die viele Menschen auf ein mittleres Qualifikationsniveau bringt. Das zeigt sich auch bei der Zuwanderung: Einerseits gibt es eine starke Zuwanderung von Personen mit Tertiärbildung, andererseits von Personen mit lediglich obligatorischer Schulbildung. Mit einem Bildungsniveau dazwischen, das heisst, Sekundarstufe II-Niveau, gibt es vergleichsweise wenige zugewanderte Menschen. Das hängt damit zusammen, dass die Schweiz einen grossen Teil der eigenen Bevölkerung mindestens auf ein Sekundarstufe-II-Niveau bringt. Entscheidend ist dabei, dass die Berufsbildung sehr gut auf den Arbeitsmarkt ausgerichtet ist und die Menschen dadurch vergleichsweise gut integrierbar bleiben.

Betrachtet man die Entwicklung des Schweizer Bildungssystems über die letzten Jahrzehnte, zeigt sich, dass heute deutlich weniger Menschen als höchsten Bildungsabschluss lediglich eine Berufsbildung auf Sekundarstufe II haben. Das bedeutet allerdings nicht, dass weniger Menschen eine Berufslehre absolvieren. Viele bilden sich später weiter und erwerben zusätzlich einen tertiären Abschluss – sei es über die höhere Berufsbildung, eine Fachhochschule oder eine Universität. Betrachtet man die Menschen im Alter von 35 Jahren, verfügt heute etwa die Hälfte einer Kohorte über einen Abschluss auf Tertiärstufe. Das ist eine aus meiner Sicht sehr positive Entwicklung: Menschen können sich über den beruflichen Bildungsweg schrittweise bis auf Tertiärstufe weiterqualifizieren.

Ein mit dem Arbeitsmarkt eng zusammenhängender Begriff ist derjenige der “Schichtzugehörigkeit”. Sie geht Hand in Hand mit einer potenziellen Polarisierung des Arbeitsmarktes, da für die meisten Menschen das Einkommen durch Lohnarbeit – und weniger das Vermögen – entscheidend ist, zu welcher gesellschaftlichen Schicht sie gehören. Eine Ihrer Studien untersucht den Zusammenhang zwischen subjektiv wahrgenommener Schichtzugehörigkeit und dem Haushaltseinkommen und -vermögen. Ihre Erkenntnis ist, dass die subjektiv wahrgenommene Zugehörigkeit zu einer Gesellschaftsschicht diese Faktoren sehr gut vorhersagen kann, noch besser als objektive Masse der Schichtzugehörigkeit. Wie ist das möglich? Schätzen sich die Leute nicht falsch ein?

Lange ging die Soziologie davon aus, dass Menschen keine besonders gute Vorstellung davon haben, welcher sozialen Schicht sie angehören. Internationale Umfragen zeigen jedoch, dass sie sich erstaunlich präzise einordnen, wenn sie zwischen klar definierten Kategorien wählen können. Diese Antworten sagen das Haushaltseinkommen relativ gut voraus.

Interessant ist allerdings, dass sich kaum jemand als «Oberschicht» bezeichnet. Selbst sehr privilegierte Personen sehen sich eher als obere Mittelschicht. Der Begriff Oberschicht wird häufig mit ererbtem Privileg verbunden, während obere Mittelschicht stärker leistungsorientiert klingt.

Sie kritisieren häufig den Begriff «Mittelschicht». Was ist problematisch daran?

Ich habe vor allem ein Problem mit dem Begriff «Mittelstand», nicht mit «Mittelschicht». In der Schweiz spricht man ständig vom Mittelstand: «Wer gehört dazu?» oder «Der Mittelstand kommt unter Druck». Allerdingst stammt dieser Begriff aus der ständischen Gesellschaft des Mittelalters und heute sind wir keine ständische Gesellschaft mehr. Hinzu kommt, dass er inzwischen so verwendet wird, dass praktisch alle dazugehören. Von Christoph Blocher bis zum Hilfsarbeiter werden alle irgendwie der Mitte zugerechnet. Ausgenommen sind höchstens einige wenige Superreiche oder Sozialhilfebeziehende. Das ist natürlich politisch gewollt, weil dadurch suggeriert wird, dass wir sozioökonomisch alle im selben Boot sitzen. Dann muss man weniger über soziale Unterschiede oder Ungleichheit sprechen und kann sich stärker auf andere Differenzen konzentrieren. Dieser Diskurs hat sich in der Schweiz stark durchgesetzt, soziologisch ergibt er aber wenig Sinn. Mit der Industriegesellschaft wurde diese Ordnung durch eine Klassengesellschaft abgelöst: einer Ober-, Mittel- und Unterklasse.

Können Sie das ausführen?

Historisch gesehen war seit der Industrialisierung die Arbeiterklasse mit Abstand die grösste Schicht. Viel mehr Menschen arbeiteten in der Produktion oder in manuellen Berufen als in Büro- oder anderen nicht manuellen Tätigkeiten. Daneben gab es eine kleinere Mittelklasse, etwa Kaufleute, Lehrpersonen, Juristen oder Beamte, sowie eine sehr kleine, aber mächtige Oberschicht, die über Kapital, Land oder Betriebe verfügte. Die Mittelklasse – heute würde man sagen Mittelschicht – war historisch also nie «arithmetisch» in der Mitte.

Wie das Bundesamt für Statistik den Begriff verwendet, beginnt die Mittelschicht bereits bei 70 Prozent des Medianeinkommens. Für einen Einpersonenhaushalt entspricht das rund 4’230 Franken brutto pro Monat. Im Kanton Genf liegt der Mindestlohn für eine Vollzeitstelle sogar leicht darüber. Damit wird letztlich fast jede arbeitende Person zur Mittelschicht erklärt. Sobald jemand nicht von Sozialhilfe abhängig ist, gilt er oder sie als Mittelschicht. Zur Verteidigung des BFS muss man allerdings sagen, dass immerhin zwischen unterer und oberer Mittelschicht unterschieden wird.

Trotzdem stellt sich die Frage, was eigentlich noch unterhalb der Mittelschicht liegt. Früher sprach man von Arbeiterklasse und Mittelklasse; heute scheint hingegen zu gelten: Wer arbeitet, gehört automatisch zur Mittelschicht. Und das überzeugt mich soziologisch nicht besonders.

Trotzdem wird politisch häufig von einer «gefährdeten Mittelschicht» gesprochen.

Politisch ist das natürlich attraktiv, weil man sich mit dem Verweis auf den «Mittelstand» kaum Gegner schafft, weil sich alle dazuzählen. Interessanter finde ich jedoch Ansätze wie jenen des französischen Ökonomen Thomas Piketty. Er definiert vier Schichten auf der Basis von Vermögen. Dabei bildet die untere Hälfte der Bevölkerung die Arbeiterschicht (« classes populaires »), die über kaum Vermögen verfügt. Darauf folgt die eigentliche Mittelschicht (« la classe moyenne »), ungefähr vom 50. bis zum 90. Perzentil, die typischerweise etwas Vermögen besitzt, vor allem in Form von selbstgenutztem Wohneigentum. Darüber liegt die obere Mittelschicht (« classe moyenne supérieure »), etwa vom 90. bis zum 99. Perzentil, mit zusätzlichem Finanz- oder Anlagevermögen. Und schliesslich gibt es das oberste Prozent – die Oberschicht (« classe supérieur »). Selbst ein Prozent bedeutet für Schweiz noch rund 50’000 Personen und ist gesellschaftlich wie wirtschaftlich sehr bedeutend.

Aktuell wird viel darüber diskutiert, dass die technologischen Entwicklungen im Bereich KI Berufe verändern oder komplett abschaffen könnten: Dies hätte wiederum grosse Auswirkungen auf den sozioökonomischen Status und die Schichtzugehörigkeit. Insbesondere mittelqualifizierte und höherqualifizierte Berufe sollen betroffen sein. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Lohnt es sich noch, eine höhere Bildung aufzunehmen?

Historisch betrachtet war höhere Bildung in den letzten 150 Jahren nie ein Nachteil. Deshalb würde ich heute niemandem empfehlen, seine Ausbildung möglichst früh abzubrechen, aus Angst, später durch KI ersetzt zu werden. Klar ist allerdings, dass gewisse Kompetenzen künftig noch wichtiger werden – insbesondere soziale Kompetenzen, da sie sich deutlich schwieriger automatisieren oder durch KI ersetzen lassen. Ansonsten bleibt vieles offen. In den vergangenen 120 bis 150 Jahren gab es mehrere grosse technologische Fortschrittswellen, ohne dass die Gesamtbeschäftigung langfristig eingebrochen wäre. Deshalb wäre ich vorsichtig mit allzu pessimistischen Zukunftsszenarien.

Wie können jetzt Arbeitnehmenden solchen Veränderungen begegnen? Stichwort: Upskilling und Reskilling. Welche Rolle spielt die Weiterbildung in diesem Zusammenhang?

Ich denke, es gibt grundsätzlich zwei Richtungen, in welche Weiterbildung künftig gehen könnte. Die erste betrifft die Frage, wie Menschen mithilfe neuer Technologien – insbesondere KI – produktiver werden können. Wer lernt, diese Instrumente sinnvoll einzusetzen, kann Tätigkeiten deutlich effizienter gestalten. Deshalb wird es wichtig sein, zu verstehen, wie sich KI konkret in den Berufsalltag integrieren und produktiv nutzen lässt.

Die zweite Richtung betrifft Kompetenzen, die durch KI nicht ersetzt werden können oder gerade deshalb wichtiger werden, weil sie komplementär zu KI sind. Dazu gehören insbesondere soziale Fähigkeiten wie Zusammenarbeit, Kommunikation oder sogenannte «People Skills». Wenn KI zusätzliche Nachfrage schafft, dann vermutlich in Bereichen, in denen menschliche Interaktion zentral bleibt.

Im Moment ist allerdings vieles in Bewegung. Klar scheint vor allem eines: Menschen werden lernen müssen, mit KI zu arbeiten und dadurch produktiver zu werden. Gleichzeitig stellt sich die Frage, welche Kompetenzen gerade deshalb besonders wertvoll bleiben, weil sie nicht einfach von KI übernommen werden können.

Gerade geringer qualifizierte Personen haben häufig Mühe im Umgang mit digitalen Technologien. Entsteht hier eine neue Form der Polarisierung?

Das ist eine gute Frage. Ich weiss nicht, ob sich daraus tatsächlich eine neue Form der Polarisierung ergeben wird. Aber es erinnert mich an die 1990er- und frühen 2000er-Jahre. Damals wurden vielerorts Informatikkurse angeboten, damit Menschen grundlegende digitale Kompetenzen erwerben konnten. Eventuell braucht es heute etwas Ähnliches im Bereich KI: Angebote, die vermitteln, wofür KI nützlich ist, wie man sie sinnvoll einsetzt, Resultate überprüft und ihre Möglichkeiten und Grenzen einschätzt. Solche Fragen könnten künftig Teil einer neuen Welle digitaler Grundkompetenzen werden.

Vielleicht lernen viele Menschen den Umgang mit KI auch relativ schnell und selbstverständlich. Das lässt sich im Moment noch schwer einschätzen. Das Potenzial dieser Technologien ist jedoch enorm – und wahrscheinlich sollte man versuchen, es möglichst breit zugänglich zu machen.

Zum Schluss: Welche Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt werden Sie künftig genau beobachten?

Eine Entwicklung, die wir genau im Auge behalten müssen, betrifft die starke Bildungsexpansion der letzten Jahrzehnte. Die Zahl der Menschen mit tertiären Bildungsabschlüssen ist stark gewachsen. Diese zusätzlichen Qualifikationen wurden vom Arbeitsmarkt bislang weitgehend absorbiert. Gleichzeitig benötigte der Schweizer Arbeitsmarkt noch mehr hochqualifizierte Arbeitskräfte, weshalb viele gut ausgebildete Personen aus dem Ausland in die Schweiz kamen.

Es könnte jedoch sein, dass sich diese Entwicklung künftig verlangsamt. Möglicherweise bewegen wir uns teilweise in Richtung einer Überqualifikation. Denkbar wäre, dass Hochschulabsolventinnen und -absolventen künftig nicht mehr im gleichen Ausmass nachgefragt werden wie bisher, auch weil gewisse Tätigkeiten durch KI übernommen werden könnten. Dadurch stellt sich die Frage, ob die starke Bildungsexpansion weiterhin im gleichen Umfang vom Arbeitsmarkt absorbiert werden kann. Es könnte zu einer Renaissance der Berufsbildung kommen könnte. Denkbar wäre etwa, dass man sich stärker am deutschen Modell orientiert. Insbesondere in Baden-Württemberg machen mehr Jugendliche zunächst das Abitur und absolvieren anschliessend eine duale Berufsausbildung in einer Unternehmung und einer Berufsakademie, typisch im Bereich BWL, Technik, Sozialwesen und Gesundheit.

Wie sich die Zukunft entwickelt, lässt sich schwer sagen. Deshalb ist es wichtig, die Trends der Vergangenheit richtig zu verstehen – und genau das versucht die Forschung.


[1] Oesch, D., Morris, K., & Westenberger, G. J. (2025). Polarised upgrading: the changing occupational structure of large cities in Germany and the UK, 1991–2021. Journal for Labour Market Research, 59(1), 32.